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objego kommt aus dem ista-Konzern, einem der großen Energiedienstleister in Europa. Das Unternehmen sitzt in Essen, hat über 40 Leute und ist seit 2020 am Markt. Die Zielgruppe: private Vermieter, die ohne Hausverwaltung klarkommen wollen.
Wir haben objego getestet. Für Vermieter mit bis zu 10 Einheiten funktioniert das gut. Die Nebenkostenabrechnung läuft sauber, die Bankanbindung erleichtert den Alltag, und der kostenlose Einstieg ist kein Marketing-Trick. Wer allerdings über 20 Einheiten hinauswachsen will, wird bei objego nicht glücklich. WEG-Verwaltung, DATEV-Export, Mieterportal: gibt es alles nicht.
Was uns stutzig gemacht hat: Auf Trustpilot steht objego bei 3,3 von 5 Sternen, während Redaktionstests deutlich bessere Noten vergeben. Die Nutzer beschweren sich vor allem über Preiserhöhungen und eine Bankschnittstelle, die bei bestimmten Banken nicht zuverlässig läuft.
Das Wichtigste in Kürze
- Kostenloser Basics-Tarif mit unbegrenzten Immobilien und Dokumentenverwaltung
- Nebenkostenabrechnung in 4 Schritten, gesetzeskonform und mit Anomalie-Erkennung
- Automatische Bankanbindung mit Mieteingangsüberwachung und OCR-Rechnungsimport
Ehrliche Nachteile:
- Keine mobile App, kein DATEV-Export, kein Mieterportal, keine WEG-Verwaltung
- Pro-Einheit-Preis skaliert bei wachsendem Portfolio ungünstig (27 EUR/Monat bei 20 Einheiten)
Perfekt für dich, wenn du 1 bis 10 Wohneinheiten privat vermietest und ein einfaches Tool für Nebenkostenabrechnung und Finanzen suchst.
Nicht ideal, wenn du über 20 Einheiten verwaltest, mit einem Steuerberater über DATEV zusammenarbeitest oder WEG-Verwaltung brauchst.
Unser Urteil in einem Satz: Solides Werkzeug für kleine Vermieter, das bei wachsendem Portfolio an seine Grenzen stoßt.
objego Preise und Kosten: Was du wirklich zahlst
Das Preismodell ist ein Baukasten. Drei Module, einzeln oder zusammen buchbar. Das Basis-Modul kostet nichts und bleibt auch kostenlos.
Basics
- Unbegrenzte Immobilienverwaltung
- Finanzübersicht
- 1 GB Dokumentenspeicher
- Zählerstandserfassung
Verwaltung
- 30+ herunterladbare Vorlagen
- Automatische Mieteingangsüberwachung
- Digitaler Rechnungsimport mit OCR
- Unbegrenzter Cloud-Speicher
- Bankkonten-Anbindung
Nebenkosten
- Gesetzeskonforme Nebenkostenabrechnung
- Anomalie-Erkennung bei Kostenpositionen
- Mietpreisrechner
- Heizkostenabrechnung (Selbstableser)
Was kostet objego wirklich? Zwei Szenarien
Die Preistabelle sagt nicht alles. Hier siehst du, was bei verschiedenen Portfoliogrößen tatsächlich auf der Rechnung steht. Alle Angaben mit Verwaltung + Nebenkosten im 12-Monats-Vertrag.
Kostenrechner nach Portfoliogröße objego
Stand: Mai 2026
7,95 EUR Verwaltung + 4,75 EUR Nebenkosten
7,95 EUR Verwaltung + 9,50 EUR Nebenkosten
7,95 EUR Verwaltung + 19,00 EUR Nebenkosten
Dokumentenverwaltung + Finanzübersicht, dauerhaft kostenlos
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
Szenario 1: Vermieter mit 3 Wohnungen
private_vermieter
10,80 EUR/Monat
Gesamt
Einer der günstigsten Einstiege im Markt. immocloud kostet hier 9,90 EUR pauschal, bietet aber mehr Features.
Szenario 2: Semi-Profi mit 15 Einheiten
semi_profi
22,20 EUR/Monat
Gesamt
Ab hier wird objego teurer als Pauschal-Anbieter. immocloud kostet 9,90 EUR und hat dazu DATEV-Export und Mieterportal.
Das Grundproblem: Der Preis pro Einheit skaliert linear. Bei 5 Einheiten bist du günstig dran. Ab 15 Einheiten zahlst du mehr als bei der Konkurrenz, obwohl du weniger Features bekommst.
Der Vertrag läuft mindestens 12 Monate. Kuendigen kannst du bis 28 Tage vor Vertragsende, danach verlängert sich automatisch. Bezahlt wird per Kreditkarte, PayPal oder SEPA-Lastschrift.
Funktionen im Detail: Was objego kann
Nebenkostenabrechnung
Hier liegt objegos Stärke. Ein 4-Schritt-Prozess führt dich durch die Erstellung: Abrechnungszeitraum festlegen, Kostenpositionen zuordnen, Verteilerschlüssel prüfen, PDF generieren. Wenn deine Kostenpositionen stark vom Vorjahr abweichen, warnt dich die Software automatisch.
Die Abrechnungen sind gesetzeskonform. Heizkostenabrechnungen lassen sich manuell erfassen, wenn du selbst abliest. Eine Anbindung an Heizkostenverteiler-Dienste fehlt. Und: Die Nebenkostenabrechnung steckt nicht im kostenlosen Basics-Tarif. Du brauchst das Nebenkosten-Tool dafür, das pro Mieteinheit berechnet wird.
Bankanbindung und Finanzen
Das Verwaltungs-Tool synchronisiert dein Girokonto. Zahlungseingänge werden automatisch erkannt und Mietern zugeordnet. Du siehst sofort, wer gezahlt hat und wo Rückstände auflaufen.
Rechnungen kannst du per OCR einscannen. Bei Standardrechnungen klappt das ordentlich, bei handschriftlichen Dokumenten eher nicht. Ein Ärgernis: Die Bankschnittstelle hat bei manchen Nutzern Aussetzer. Auf Trustpilot berichten besonders Sparkassen- und Volksbank-Kunden davon, dass die Synchronisation abbricht.
Dokumentenverwaltung und Vorlagen
1 GB Speicher im Basics-Tarif, unbegrenzt mit dem Verwaltungs-Tool. Dazu über 30 Vorlagen für Mietverträge, Mieterhöhungsschreiben, Mahnungen und Nebenkostenabrechnungen. Für Einsteiger spart das Zeit.
Steuervorbereitung
Die Anlage-V-Vorbereitung exportiert Mieteinnahmen und Werbungskosten so, dass du sie in deine Steuererklärung übernehmen kannst. Einen DATEV-Export gibt es nicht. Wenn dein Steuerberater DATEV nutzt, musst du die Daten von Hand übertragen.
Was fehlt
objego verzichtet bewusst auf einige Funktionen, die bei anderen Anbietern dazugehören. Keine mobile App, nur die responsive Weboberfläche. Kein DATEV-Export, also keine direkte Steuerberater-Anbindung. Deine Mieter bekommen kein eigenes Portal und können weder Schäden melden noch Dokumente abrufen. WEG-Verwaltung mit Wirtschaftsplan und Eigentümerversammlungen? Gibt es nicht. Genauso wenig eine API oder ein eingebautes Mahnwesen.
DSGVO und Datenschutz
Die Server stehen in den Niederlanden, also innerhalb der EU. Die Verbindung ist SSL-verschlüsselt. objego gibt an, DSGVO- und BDSG-konform zu arbeiten. Hinter der Software steht ista SE, ein Konzern, der mit Millionen von Energiedaten arbeitet. Dass die IT-Infrastruktur stimmt, kann man annehmen. Ein eigenständiges Sicherheitszertifikat wie ISO 27001 haben wir auf der Website allerdings nicht entdeckt.
Für wen eignet sich objego?
Für private Vermieter mit 1 bis 10 Einheiten passt objego. Der Gratis-Tarif reicht zum Ausprobieren, das Vollpaket bleibt unter 18 EUR im Monat. Nebenkostenabrechnung und Bankanbindung funktionieren, die Vorlagen sparen Zeit.
Bei 10 bis 20 Einheiten wird es knapp. Ab 15 Einheiten kostet objego mehr als immocloud und bietet gleichzeitig weniger. Kein DATEV, kein Mieterportal, kein Mahnwesen. Wer in diese Größenordnung wächst, sollte vor dem Vertragsabschluss vergleichen.
Für professionelle Hausverwaltungen und WEG ist objego die falsche Software. Keine Mandantenfähigkeit, keine API, keine WEG-Features.
Praxistest und Redaktionsmeinung
Wir haben objego mit 5 fiktiven Mieteinheiten durchgespielt. Drei Minuten für die Registrierung: E-Mail, Passwort, los. Objekte und Mieter anlegen geht schnell, die Oberfläche erklärt sich selbst.
Die Nebenkostenabrechnung hat uns überzeugt. Zeitraum wählen, Kosten eingeben, Verteilerschlüssel prüfen, PDF raus. Das dauert vielleicht 20 Minuten pro Objekt. Wer das schon mal in Excel gemacht hat, weiß warum das ein Unterschied ist.
Die Bankanbindung dagegen hat uns Ärger gemacht. Zweimal abgebrochen im Test, einmal nach einem Update, einmal ohne Grund. Wir mussten die Verbindung jedes Mal manuell neu einrichten. Auf Trustpilot lesen wir ähnliche Berichte, vor allem von Sparkassen-Kunden. Wenn die Synchronisation nicht läuft, fehlt ein zentrales Feature.
Was uns auch gestört hat: Es gibt keinen echten Datenexport. Du kannst PDFs runterladen, aber Mieter, Objekte und Buchungen lassen sich beim Anbieterwechsel nicht mitnehmen. Bei 15 Einheiten bedeutet das einen halben Tag Tipparbeit beim neuen Anbieter.
Eine Sache, die wir sonst nirgendwo gelesen haben: objego empfiehlt intern maximal 70 Mieteinheiten. Darüber wird die Weboberfläche träge. Für die meisten privaten Vermieter spielt das keine Rolle, aber wissen sollte man es.
Unser Urteil zu objego
Wer darüber hinaus wächst, steckt irgendwann fest. Die Kosten steigen linear, es fehlen Features die dann wichtig werden, und die Daten lassen sich nicht mitnehmen. Das sollte man wissen, bevor man den 12-Monats-Vertrag unterschreibt.
Redaktions-Score: 3,7 / 5,0 (Gut) – Kosten: 80 | Funktionsumfang: 78 | Bedienbarkeit: 82 | Support: 68 | Schnittstellen: 55 | Skalierbarkeit: 58
Stärken
- Modulares Preismodell, nur zahlen was du nutzt
- Nebenkostenabrechnung mit 4-Schritt-Prozess und Anomalie-Erkennung
- Kostenloser Basics-Tarif mit Vorlagen und Dokumentenverwaltung
- Bankanbindung mit automatischer Mieteingangsüberwachung
Schwächen
- Keine mobile App
- Kein DATEV-Export, kein Mieterportal, keine WEG-Verwaltung
- Pro-Einheit-Preis skaliert bei größeren Portfolios ungünstig
- Bankschnittstelle bei manchen Banken instabil
Alternativen zu objego
Es gibt andere Optionen. Welche besser passt, hängt davon ab, was du brauchst.
immocloud kostet pauschal 9,90 EUR pro Monat, egal ob 5 oder 50 Einheiten. Dazu WEG-Verwaltung, Mieterportal, DATEV-Export und Apps für iOS und Android. In der Basis teurer als objegos Gratis-Tarif, aber ab 10 Einheiten klar günstiger. Unser immocloud-Test zeigt die Details.
vermieter1.de startet bei 5,99 EUR pro Monat. Nebenkostenabrechnung und Mieterverwaltung sind drin, der Rest ist abgespeckt. Reicht für Einsteiger mit 1 bis 5 Einheiten. Mehr dazu im vermieter1.de-Test.
VermietenPlus von ImmoScout24 kostet gar nichts, ist aber auf 3 Einheiten beschränkt und werbefinanziert. Wer eine einzige Wohnung vermietet, kann damit klarkommen. Details im VermietenPlus-Test.
Einrichtung und erste Schritte
objego einrichten: So startest du
Registrierung
Immobilie anlegen
Mieteinheiten erfassen
Bankkonto verbinden
Dokumente hochladen
Nebenkostenabrechnung starten
Häufige Fragen zu objego
Der Basics-Tarif kostet dauerhaft nichts. Du bekommst Dokumentenverwaltung, Vorlagen und Immobilienverwaltung für beliebig viele Objekte. Nebenkostenabrechnung und Bankanbindung sind kostenpflichtig: Verwaltung kostet 7,95 EUR/Monat, Nebenkosten 0,95 EUR pro Mieteinheit. Eine versteckte Testphase gibt es nicht.
Technisch gibt es kein hartes Limit. Der Anbieter empfiehlt aber maximal 70 Mieteinheiten. Nutzer berichten, dass die Oberfläche ab dieser Größe spürbar langsamer wird. Für private Vermieter mit unter 20 Einheiten spielt das keine Rolle.
Ja. Der 4-Schritt-Prozess erstellt eine Abrechnung, die den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Die Software warnt automatisch bei ungewöhnlichen Kostenabweichungen. Heizkostenabrechnungen für Selbstableser gehen auch.
Nein. Es gibt weder eine iOS- noch eine Android-App. Die Weboberfläche lässt sich am Smartphone nutzen, ist aber kein Ersatz für eine native App. Offline-Zugriff gibt es nicht.
Die Server stehen in den Niederlanden, also innerhalb der EU. Verbindung über SSL. Hinter objego steht ista SE, ein Konzern mit Erfahrung im Umgang mit großen Datenmengen im Energiebereich.
Nicht wirklich. Dokumente und PDFs lassen sich herunterladen. Aber Stammdaten wie Mieter, Objekte und Buchungen musst du beim neuen Anbieter von Hand neu anlegen. Das steht auch bei Trustpilot als einer der häufigsten Kritikpunkte.
Quellen und Transparenz
Dieser Test basiert auf unserer eigenen Nutzung von objego, öffentlich zugänglichen Bewertungen und den offiziellen Angaben des Anbieters. Wir verdienen an Affiliate-Links. Wenn du über einen unserer Links ein Abo abschließt, bekommen wir eine Provision. Die Bewertung beeinflusst das nicht.
- Offizielle Preisseite: objego.de/preise (abgerufen 24.03.2026)
- Trustpilot-Bewertungen: 3,3/5 bei 108 Bewertungen (Stand 03/2026)
- trusted.de Testbericht: Note 1,8 (gut), Platz 4 von 5 im Hausverwaltungssoftware-Vergleich
- ista SE Pressemitteilung zur Gründung von objego (2020)
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