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objego richtet sich an private Vermieter, die ihre Immobilien ohne Hausverwaltung selbst managen. Die Software kommt aus dem Hause ista, einem der größten Energiedienstleister Europas. Seit 2021 ist objego am Markt und hat sich als browserbasierte Lösung für kleinere Portfolios etabliert.
Unser Eindruck nach dem ausführlichen Test: Für Vermieter mit bis zu 10 Einheiten liefert objego ein solides Werkzeug für Nebenkostenabrechnung, Dokumentenverwaltung und Finanzen. Das modulare Preismodell ist fair, weil du nur zahlst, was du tatsächlich brauchst. Wer allerdings mehr als 20 Einheiten verwaltet oder professionelle Features wie WEG-Verwaltung, DATEV-Export oder ein Mieterportal erwartet, stößt schnell an Grenzen.
Eine mobile App gibt es nicht. Die Weboberfläche funktioniert zwar am Smartphone, ersetzt aber keine native App. Und: Die Trustpilot-Bewertungen erzählen eine andere Geschichte als die redaktionellen Tests. Dazu später mehr.
Das Wichtigste in Kürze
objego Preise und Kosten: Das modulare System erklärt
objego hat 2025 sein Preismodell komplett umgestellt. Statt fester Tarife gibt es jetzt ein Baukastenprinzip aus drei Modulen. Du buchst, was du brauchst, und lässt den Rest weg.
Das Basis-Modul ist kostenlos. Darin stecken Dokumentenverwaltung, Vorlagen und grundlegende Objektverwaltung. Wer Finanzen und Bankanbindung will, bucht das Management-Tool dazu. Die Nebenkostenabrechnung läuft über ein separates Betriebskosten-Tool, das pro Mieteinheit abgerechnet wird.
Basics
- Dokumentenverwaltung (unbegrenzt)
- 30+ Vermieter-Vorlagen
- Grundlegende Objektverwaltung
- Zählerstandserfassung
Management-Tool
- Bankkonten-Anbindung
- Automatischer Kontoimport
- Mieteingangsüberwachung
- Anlage-V-Vorbereitung (Steuer-Export)
- Rechnungsimport mit OCR
- Alternativ: 9,95 EUR/Monat (3-Monats-Vertrag)
Betriebskosten-Tool
- Nebenkostenabrechnung (4-Schritt-Prozess)
- Anomalie-Erkennung bei Kosten
- Mietpreisrechner
- Heizkostenabrechnung (manuell)
- Preis gilt bei 12- und 3-Monats-Vertrag
Was kostet objego wirklich? Drei Rechenbeispiele
Theorie ist das eine. Hier siehst du, was du bei verschiedenen Portfoliogrößen tatsächlich zahlst, jeweils mit dem Vollpaket (Management + Betriebskosten) im 12-Monats-Vertrag.
| Portfolio | Management-Tool | Betriebskosten-Tool | Gesamt pro Monat | Gesamt pro Jahr |
|---|---|---|---|---|
| 5 Wohneinheiten | 7,95 EUR | 4,75 EUR | 12,70 EUR | 152,40 EUR |
| 10 Wohneinheiten | 7,95 EUR | 9,50 EUR | 17,45 EUR | 209,40 EUR |
| 20 Wohneinheiten | 7,95 EUR | 19,00 EUR | 26,95 EUR | 323,40 EUR |
Bei 5 Einheiten ist objego günstiger als die meisten Konkurrenten. Bei 20 Einheiten wird es spürbar teurer, weil das Betriebskosten-Tool linear pro Einheit skaliert. Zum Vergleich: immocloud kostet pauschal ab 9,90 EUR pro Monat und deckt auch WEG-Verwaltung ab.
Wichtig: Wer nur die Dokumentenverwaltung und Vorlagen braucht, zahlt bei objego keinen Cent. Der Basics-Tarif ist tatsächlich kostenlos und nicht zeitlich begrenzt.
Funktionen im Detail: Was objego kann und was fehlt
Nebenkostenabrechnung
Die Nebenkostenabrechnung ist das Herzstück von objego. Der 4-Schritt-Prozess führt dich durch die komplette Erstellung: Abrechnungszeitraum festlegen, Kosten zuordnen, Verteilerschlüssel prüfen, fertige Abrechnung generieren. Die Software erkennt Anomalien bei den Kostenposten und warnt, wenn Werte deutlich vom Vorjahr abweichen.
Die generierten Abrechnungen sind gesetzeskonform. Das spart den Gang zum Steuerberater, zumindest für die reine Erstellung. Heizkostenabrechnungen lassen sich manuell erfassen, eine automatische Anbindung an Heizkostenverteiler gibt es allerdings nicht.
Aber Achtung: Die Nebenkostenabrechnung ist kein Bestandteil des Gratis-Tarifs. Du brauchst dafür das Betriebskosten-Tool, das pro Mieteinheit berechnet wird.
Bankanbindung und Finanzen
Das Management-Tool bringt eine automatische Bankkonten-Anbindung mit. Dein Girokonto wird regelmäßig synchronisiert, Zahlungseingänge werden automatisch erkannt und den jeweiligen Mietern zugeordnet. Die Mieteingangsüberwachung zeigt sofort, wer pünktlich zahlt und wo Rückstände entstehen.
Rechnungen lassen sich per OCR-Scan importieren. Du fotografierst oder scannst eine Rechnung, objego liest die relevanten Daten aus und ordnet sie dem passenden Objekt zu. Funktioniert in der Praxis gut bei Standardrechnungen, bei handschriftlichen oder ungewöhnlich formatierten Dokumenten gibt es gelegentlich Fehler.
Vorlagen und Steuer
30 vorgefertigte Vorlagen für Mietverträge, Mieterhöhungsschreiben, Mahnungen und Betriebskostenabrechnungen. Für Einsteiger ein echter Zeitsparer. Die Anlage-V-Vorbereitung exportiert deine Mieteinnahmen und Werbungskosten so, dass du die Daten direkt in deine Steuererklärung übernehmen kannst.
Was objego nicht kann
Hier wird es dünn. Einige Features, die bei anderen Anbietern zum Standard gehören, fehlen bei objego komplett:
- Keine mobile App. Es gibt nur die Weboberfläche, die zwar responsiv ist, aber auf dem Smartphone umständlich bleibt.
- Kein DATEV-Export. Wer mit einem Steuerberater arbeitet, der DATEV nutzt, muss die Daten manuell übertragen.
- Kein Mieterportal. Mieter können keine Schäden melden, Dokumente einsehen oder Nachrichten senden. Die gesamte Kommunikation läuft außerhalb der Software.
- Keine WEG-Verwaltung. Für Eigentümergemeinschaften ist objego schlicht nicht gemacht. Kein Wirtschaftsplan, kein Eigentümerportal, keine Abstimmungsfunktionen.
- Keine API oder Schnittstellen. Eine Integration in andere Systeme ist nicht möglich.
- Kein Split-Payment für Mieteinnahmen an mehrere Eigentümer.
Bedienung und Einrichtung
Die Registrierung dauert keine fünf Minuten. E-Mail, Passwort, fertig. Danach legst du dein erstes Objekt an: Adresse, Einheiten, Mieter. Die Oberfläche ist aufgeräumt und verzichtet auf unnötigen Schnickschnack.
Der 4-Schritt-Prozess bei der Nebenkostenabrechnung verdient besonderes Lob. Statt dich mit Formularen zu erschlagen, führt objego dich Schritt für Schritt durch den Prozess. Erst den Zeitraum wählen, dann Kosten eingeben, Verteilerschlüssel checken und am Ende die fertige Abrechnung als PDF exportieren. Wer schon mal eine Nebenkostenabrechnung in Excel gebastelt hat, weiß den Unterschied zu schätzen.
Die Ladezeiten sind okay, nicht blitzschnell, aber akzeptabel. Server stehen in den Niederlanden, die Verbindung läuft über SSL. DSGVO-konform laut Anbieter.
Ein Punkt, der in keinem Test auftaucht, aber relevant ist: objego empfiehlt eine Obergrenze von etwa 70 Mieteinheiten. Darüber wird die Weboberfläche laut Nutzerberichten träge und die Übersicht leidet. Für professionelle Verwalter mit großem Portfolio ein Ausschlusskriterium.
Für wen eignet sich objego?
objego hat eine klare Zielgruppe. Und für die funktioniert es auch richtig gut.
Private Vermieter mit 1 bis 10 Einheiten treffen mit objego ins Schwarze. Der Gratis-Tarif reicht zum Einstieg, das Vollpaket kostet unter 20 EUR im Monat. Nebenkostenabrechnung, Bankanbindung und Vorlagen decken alles ab, was ein privater Vermieter braucht.
Semi-professionelle Vermieter mit 10 bis 30 Einheiten können objego noch nutzen, stoßen aber an Grenzen. Bei 20 Einheiten zahlst du bereits knapp 27 EUR im Monat. Gleichzeitig fehlen Features wie DATEV-Export und Mieterportal, die ab dieser Größe sinnvoll werden. Hier lohnt sich der Vergleich mit immocloud oder vermieter1.de.
Professionelle Hausverwaltungen sollten einen Bogen um objego machen. Keine WEG-Verwaltung, kein Wirtschaftsplan, keine API, kein Split-Payment. Die Software ist für diese Zielgruppe schlicht nicht gebaut.
Vorteile und Nachteile von objego
Was sagen die Nutzer? Die Bewertungs-Diskrepanz
Bei objego klaffen Redaktionsbewertungen und Nutzermeinungen erstaunlich weit auseinander. trusted.de vergibt die Note 1,8 (gut), Softwareabc24 bewertet mit 9,1 von 10 Punkten, unsere Redaktion gibt 4,6 von 5 Sternen. Auf Trustpilot steht objego dagegen bei 3,3 von 5 Sternen bei 108 Bewertungen.
Woher kommt der Unterschied? Redaktionstests bewerten die Software meist zum Zeitpunkt des Tests, unter kontrollierten Bedingungen und mit kleinem Portfolio. Nutzer auf Trustpilot berichten aus dem Alltag, über Monate und Jahre hinweg.
Drei Kritikpunkte tauchen auf Trustpilot wiederholt auf:
Zum Thema Preiserhöhungen: Mehrere Nutzer berichten von Steigerungen, die sie als extrem empfunden haben. Von bis zu 350 Prozent ist die Rede. objego hat sein Preismodell mehrfach angepasst, was Bestandskunden offenbar hart getroffen hat. Das aktuelle modulare Modell scheint hier stabiler, aber Vertrauen muss erst wieder wachsen.
Die Bankschnittstelle macht Probleme. Die automatische Kontoanbindung funktioniert bei manchen Nutzern problemlos, bei anderen bricht sie regelmäßig ab. Betroffen sind vor allem Sparkassen- und Volksbank-Konten. Wenn die Synchronisation nicht läuft, fehlt ein zentrales Feature.
Dann die fehlenden Funktionen bei Wachstum: Wer mit 5 Einheiten startet und auf 20 oder 30 wächst, stößt an Grenzen. Das fehlende Mieterportal, kein DATEV-Export und die steigende Monatsrechnung sorgen für Frust.
Unser Fazit zur Bewertungslage: Die Redaktionsnoten sind fair für kleine Portfolios unter 10 Einheiten. Wer langfristig plant und wachsen will, sollte die Trustpilot-Kritik ernst nehmen.
Alternativen zu objego
objego ist nicht die einzige Option für private Vermieter. Je nach Anforderungen passen andere Anbieter besser.
objego vs. Alternativen: Kurzvergleich
Alle Angaben ohne Gewähr. Preise können sich jederzeit ändern.
immocloud ist die stärkste Alternative, besonders ab 10 Einheiten. Pauschalpreis statt Pro-Einheit-Abrechnung, dazu WEG-Verwaltung, Mieterportal und DATEV-Export. Kostet mehr in der Basis, skaliert aber besser.
vermieter1.de ist der Preisbrecher für Sparfüchse. Weniger Features als objego, aber der Kern (Nebenkostenabrechnung, Mieterverwaltung) ist da. Für Einsteiger mit 1 bis 5 Einheiten eine Überlegung wert.
VermietenPlus ist komplett kostenlos, allerdings auf 3 Einheiten begrenzt und werbefinanziert. Für den Vermieter einer einzigen Wohnung reicht das.
Fazit: Für wen lohnt sich objego?
Unser Fazit zu objego
Wer mehr braucht, muss ehrlich abwägen. Ab 15 bis 20 Einheiten wird objego sowohl preislich als auch funktional von Alternativen wie immocloud überholt. Die fehlende App, kein DATEV-Export und kein Mieterportal wiegen dann schwerer. Und die Preiserhöhungen der Vergangenheit sollte man im Hinterkopf behalten.
Teste den kostenlosen Basics-Tarif. Wenn er reicht, bleib dabei. Wenn du das Vollpaket brauchst und unter 10 Einheiten verwaltest, ist objego eine gute Wahl. Ab 15 Einheiten: Vergleiche zuerst mit immocloud.
Stärken
- Modulares Preismodell, nur zahlen was man nutzt
- Solide Nebenkostenabrechnung mit 4-Schritt-Prozess
- Guter Gratis-Tarif mit Vorlagen und Dokumentenverwaltung
- Bankanbindung mit automatischer Mieteingangsüberwachung
Schwächen
- Keine mobile App
- Kein DATEV-Export, kein Mieterportal, keine WEG-Verwaltung
- Pro-Einheit-Preis skaliert bei größeren Portfolios ungünstig
- Trustpilot-Bewertungen deuten auf Probleme mit Preisstabilität
Häufige Fragen zu objego
Der Basics-Tarif ist tatsächlich dauerhaft kostenlos und enthält Dokumentenverwaltung, Vorlagen und Objektverwaltung. Für Nebenkostenabrechnung und Bankanbindung brauchst du die kostenpflichtigen Module Management-Tool (7,95 EUR/Monat) und Betriebskosten-Tool (0,95 EUR pro Mieteinheit).
Technisch gibt es kein hartes Limit. Der Anbieter empfiehlt allerdings maximal etwa 70 Mieteinheiten. Nutzer berichten, dass die Oberfläche bei größeren Portfolios langsamer wird. Für die meisten privaten Vermieter ist das kein Problem.
Ja. Der 4-Schritt-Prozess im Betriebskosten-Tool erstellt eine Abrechnung, die den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Die Software prüft automatisch auf Anomalien und warnt bei ungewöhnlichen Kostenentwicklungen.
Nein. objego bietet keine native App für iOS oder Android an. Die Weboberfläche ist responsiv und lässt sich am Smartphone nutzen, bietet aber nicht den Komfort einer echten App. Offline-Zugriff ist nicht möglich.
Die Server stehen in den Niederlanden und unterliegen der DSGVO. Die Verbindung läuft über SSL-Verschlüsselung. objego ist ein Tochterunternehmen von ista, einem der größten Energiedienstleister Europas, was zumindest für professionelle IT-Infrastruktur spricht.
Einen automatischen Datenexport für den Umzug zu einer anderen Software gibt es nicht. Du kannst Dokumente und PDFs herunterladen, aber Stammdaten (Mieter, Objekte, Buchungen) musst du beim neuen Anbieter manuell neu anlegen. Plane dafür Zeit ein, besonders bei größeren Portfolios.
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